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01.04.2012

Literaturhinweise II/2012

Timm Starl: Kritik der Fotografie.
Marburg : Jonas 2012
320. S., 250 Abb.,Hardcover
ISBN 978-3-89445-463-0
EUR 30,00

Kritik der Fotografie

Unter dem anspielungsreich-anspruchsvollen Titel „Kritik der Fotografie“ hatte der Fotohistoriker Timm Starl in den letzten Jahren als work-in-progress immer wieder Kapitel eines entstehenden Buchs auf seiner Website zur Diskussion vorveröffentlicht. Am 21. Mai 2012 nun wird das vom Jonas-Verlag Marburg produzierte Werk des renommierten Autors (u.a. Gründer der Zeitschrift „Fotogeschichte“, Dresden beispielsweise durch seine gemeinsam mit Wolfgang Hesse betreute Herausgeberschaft des Aufsatzbandes „Photographie und Apparatur“ über Hermann Krone verbunden) öffentlich vorgestellt (vgl. http://jonas-verlag.de/Autoren/Starl-Timm--/Kritik-der-Fotografie.html).

Das Projekt „Kritik der Fotografie“ versteht sich als theoretische Bestimmung der Fotografie, die über die bislang vorliegenden kunst- und medienwissenschaftlichen Ansätze hinausgeht. Erstmals werden die konstitutiven Elemente des Mediums, die die Fotografie von anderen Bildmedien unterscheiden, ermittelt und gefasst und damit eine eigenständige Fototheorie installiert. Materielle Grundlagen sind die Hervorbringungen der Frühzeit in den 1830er und 40er Jahren, die im Kontext der Entwicklung apparativer Bildmedien sowie naturwissenschaftlicher und kultureller Setzungen in den Bereichen Astronomie, Optik, Theater, Literatur, Ausstellungen u.a. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gesehen werden. Punktuell wird auf spätere bildliche Erscheinungen bis heute sowie rezeptions¬geschichtliche Aspekte eingegangen.

Die Darstellung erfolgt in unabhängigen 31 Kapiteln, die von insgesamt etwa 230 Abbildungen begleitet werden. Der Anhang enthält ein Glossar, eine Literaturliste und einen Sach- und Personenindex. Behandelt werden jeweils zeitgenössische bildliche und textliche Äußerungen, wobei bei schriftlichen Quellen in erster Linie auf die originalen Veröffentlichungen und nur ausnahmsweise auf die Sekundärliteratur zurückgegriffen wird. Fotografische Bilder werden nicht als illustrative Beigaben eingebracht, sondern als oftmals autonome Argumente im theoretischen Diskurs verstanden, womit sich die Darstellung von den allermeisten fototheoretischen Ausführungen insbesondere der letzten Jahrzehnte unterscheidet, die nahezu ohne Bildmaterial auskommen. Keine fotografischen Bereiche werden bevorzugt oder ausgeschlossen, sondern professionelle und private, künstlerische und wissenschaftliche, bildschöpferische und reproduktive Anwendungen gleichermaßen berücksichtigt.
(Text: Verlag / WH)

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Maren May: Bildarchiv und Denkmalpflege. Die Bildsammlung im Landesamt für Denkmalpflege Sachsen,
In: Rundbrief Fotografie 19 (2012) H. 2, N.F. 74
ISSN 0945-0327
S. 22-25

Die Bildsammlung des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen bewahrt alle Aufnahmen, die im Rahmen der gesetzlichen Aufgaben des Hauses angefertigt bzw. gesammelt worden sind: Arbeitsfotos, Bilddokumentationen, Inventarisationsaufnahmen, teilweise auch aufgelöste Archive und Nachlässe fließen hier zusammen, um bei neuen Aufgaben oder Publikationen sowie Ausstellungen eingesetzt zu werden. Die Bestände dienen hauptsächlich als Arbeitsmittel bei der täglichen Arbeit und als Vorlage für die Arbeit fremder Nutzer im eigenen oder auch öffentlichen Interesse. Viele Aufnahmen sind als unwiederbringliche Zeitdokumente von unschätzbarem Wert. Um diese zu schützen und zu erhalten, wird seit 2003 an der Konservierung und Langzeitarchivierung des Bestandes gearbeitet. Dabei werden neben der traditionellen Anfertigung von topographisch geordneten Bildkarten die historischen Glasplattennegative restauratorisch betreut, gescannt und in die hauseigene Datenbank eingestellt.
(Text: Beitrag)