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30.06.2006 - 25.08.2006

Küssen – NIE!. Huren in Berlin-Lichtenberg

Ein Fotoprojekt von Asja Braune und Sergej Dott

Kurzinformation
Die Ausstellung „Küssen — NIE!“ ist die Vorstellung eines Buchprojektes von Asja Braune und Sergej Dott, das in verkürzter und auch modifizierter Form im Kunsthaus Raskolnikow zu sehen ist. Fotos und Interviews, die innerhalb von zwei Jahren entstanden sind, zeigen sehr deutlich, in welch unbekannte und vor den Blicken der Öffentlichkeit weitgehend verborgene Welt man sich dabei begibt.
Das ungewohnte Milieu, das man betritt, und zu dem ein Zugang als Außenstehender normalerweise fast unmöglich ist, befindet sich weit entfernt von allem, was einem im alltäglichen Leben widerfährt. Neben den — teilweise sehr kurzen - Texten lassen auch die handcolorierten Fotografien genügend Raum für eigene mehr oder weniger vorsichtige Gedankenspiele. Ein für die meisten Betrachter recht ungewohntes Ambiente spielt mit sehr eigenwilligen Gesten der Akteure zusammen. Die Kamera konzentriert sich vor allem auf die dort tätigen Frauen und das besondere Milieu.
In einem Prozess wachsenden Vertrauens waren die Projektmacher schon sehr bald an einem Punkt angelangt, wo sie von der ungewohnten Offenheit sowie schonungslosen Direktheit dieser Frauen nicht nur überrascht und verblüfft, sondern sogar auch etwas irritiert waren. Die Fotografien zeugen - ganz entgegen der Regel einer Inszenierung durch den Fotografen - ausnahmslos von einer großen Freiheit im Spiel des Modells mit dem Fotografen und bringen, indem die Protagonisten es wagen in fast kindlicher Unbefangenheit vor der Kamera zu agieren, so die besondere Bedeutung eines Klimas großen Vertrauens zu den Projektmachern klar sichtbar zum Ausdruck. Und wenn die Fotos teilweise Heiterkeit versprechen, so ist es dennoch eine Heiterkeit mit Widerhaken.
Die Auswahl der zur Veröffentlichung frei gegebenen Bilder trafen die fotografierten Personen selbst. Die Interviews werden, neben der verschriftlichten Form an den Wänden, auch als akkustische Einspielung in Form gelesener Texte in der Ausstellung aus dem Off zu hören sein. Auch die Huren treten — im Verlauf der Projektarbeit — immer weiter hinter dem Schleier des Geheimnisses hervor. Neben den im Vordergrund stehenden Aspekten einer krisenfesten und relativ leichten Arbeit, die anfänglich auch mit der Hoffnung auf das große Geld und Abenteuer in Verbindung gebracht wird, ist für die meisten Huren der reale Weg doch weitgehend desillusionierend gewesen.
Ziel des Projekts ist die Entzauberung des Milieus, das auch heute noch von der Öffentlichkeit nicht wirklich wahrgenommen wird und immer noch überwiegend tabuisiert ist, obwohl der Einblick für viele Männer fast schon zum Alltag gehört.

Dauer
30. Juni bis 25. August 2006

Öffnungszeiten
Mittwoch bis Freitag 15-19 Uhr
Samstaag 11-16 Uhr

Erreichbarkeit
Straßenbahn Linien 6, 11, 13 (Rothenburger/Bautzner Straße)

Asja Braune, Sergej Dott

Veranstalter

Kunsthaus Raskolnikow

Postanschrift 
Böhmische Straße 34, D-01099 Dresden
Besucheranschrift 
Böhmische Straße 34, D-01099 Dresden
Stadtplan 
Stadtplan
Telefonnummer 
+49-351-8045708
Internetadresse 
www.galerie-raskolnikow.de