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Nachruf auf Irene Schmidt

Hochbetagt starb am 19. April 2004 die Fotochemikerin Dr. rer. nat. habil. Irene Schmidt.
Ebenso bescheiden wie entschlossen sich in die Pflicht nehmend und in den Dienst ihr wichtiger Aufgaben stellend, hat sie in Dresden unter schwierigsten Bedingungen „ihr“ Institut nach dem Krieg mit aufgebaut und Generationen von Studenten ausgebildet. Nach ihrer Pensionierung fand sie ein neues Thema, „ihr“ Thema: Hermann Krone, dessen Platz in der deutschen und internationalen Fotogeschichtsschreibung sie beharrlich sicherte.
Dem aktiven Leben dieser Wissenschaftlerin und Fotohistorikerin wird es entsprechen, die Laudatio zu ihrem 80. Geburtstag im Jahr 2000 erneut zu veröffentlichen.

Laudatio für Dr. Irene Schmidt zur Festveranstaltung anläßlich ihres 80. Geburtstages

Prof. Dr. Rudolph Reuther, Beyer-Bau der TU Dresden,
16. Oktober 2000
(aus: Rundbrief Fotografie, N.F. 29, 15. März 2001)

Dem Wunsch, zur heutigen Festveranstaltung für Frau Dr. Schmidt die Laudatio zu halten, bin ich gern nachgekommen. In der über 30jährigen Zusammenarbeit habe ich einen Großteil der Geschehnisse miterlebt, und es war für mich ein willkommener Anlaß, diese Zeit nochmals in die Erinnerung zurückzurufen.
Bei der Darstellung der wissenschaftlichen Biographie von Frau Dr. Schmidt will ich weniger auf die Ergebnisse ihrer Arbeit eingehen, sondern mehr auf die schwierigen und z.T. geradezu abenteuerlichen äußeren Begleitumstände. Dies betrifft im besonderen den Abschluß des Studiums und die ersten Jahre des Berufslebens, die durch die äußeren Bedingungen weitgehend bestimmt und extrem erschwert waren. Dabei wird gleichzeitig auch ein Stück Institutsgeschichte erkennbar, die vielleicht für die jüngere Generation von Interesse sein kann.
Nach dem Vordiplom in Dresden setzte Irene Schmidt ihr Chemiestudium an der Universität Breslau fort. Ihre Diplomarbeit führte sie bei Prof. O. Neunhoeffer durch. Die experimentellen Arbeiten gingen bereits ihrem Ende entgegen, als die sowjetischen Streitkräfte sich Breslau näherten. Am 20. Januar 1945 wurde die Universität geschlossen und die Zivilbevölkerung aufgefordert, die Stadt sofort zu verlassen. Fräulein Schmidts Flucht erfolgte zum großen Teil zu Fuß, das vollbepackte Fahrrad über die verstopften Straßen schiebend in fünf Tagen bis Dresden. Zu Hause angelangt, wurde sofort mit dem Schreiben der Diplomarbeit begonnen und bis zum Sommer abgeschlossen, obwohl dies durch die äußeren Umstände außerordentlich erschwert war. Genannt seien nur der Tod der Mutter, der Vater konnte noch viele Monate nicht nach Hause zurückkehren, dann die völlige Zerstörung der Wohnung bei dem Bombenangriff vom 17. April 1945.
Mit Prof. Neunhoeffer war abgesprochen, daß Fräulein Schmidt die Diplomarbeit ihm zur Beurteilung nach Braunschweig schickt. Das war nach Fertigstellung der Arbeit allerdings nicht mehr möglich, denn über die Demarkationslinie zwischen russisch und amerikanisch besetzten Gebieten gab es keinerlei Verkehr, also auch nicht per Post.
Obwohl die Dresdner Technische Hochschule seit Ende April 1945 geschlossen war, ermöglichten die Professoren der chemischen Abteilung noch 1945 einen ordnungsgemäßen Diplomabschluß, wobei Prof. Max Boetius die Beurteilung der Arbeit übernahm [4]. Die vorgesehene Einstellung als Assistentin im Wissenschaftlich-Photographischen Institut, kurz WPI, konnte nun zum 1. Januar 1946 erfolgen, nachdem Fräulein Schmidt schon seit Mitte Juni 1945 im Institut gearbeitet hatte, nämlich bei den Aufräumungsarbeiten und der behelfsmäßigen Instandsetzung des bei den Bombenangriffen vom 13. Februar stark beschädigten Institutes. Es waren sämtliche Fenster zersplittert und der gesamte Dachstuhl abgebrannt, und die Betondecke, die die völlige Zerstörung des Institutes verhindert hatte, hatte Risse bekommen, durch die das Regenwasser durchsickerte [5].
Das Interesse für die wissenschaftliche Photographie war bei Fräulein Schmidt schon in der Dresdner Studienzeit geweckt worden. Nach der Teilnahme am Photographischen Praktikum hatte sie im Rahmen der in den Semesterferien zu leistenden Kriegseinsätze 1942 im WPI an der Optimierung der Herstellung und der Entwicklung von höchstauflösenden Feinstkornschichten mitgearbeitet und 1944 zusammen mit Prof. Hellmut Frieser [6] bei Manfred von Ardenne an dem von ihm entwickelten Elektronenmikroskop in Berlin-Lichterfelde Aufnahmen hergestellt.
Als dann 1945 Prof. Frieser in den Mittagspausen der Aufräumungsarbeiten seine Pläne für zukünftige Forschungsarbeiten entwickelte, entschied sich Fräulein Schmidt trotz der gegebenen schlechten Arbeitsbedingungen dafür, das Angebot anzunehmen, nach dem Diplomabschluß als Assistentin bei ihm zu arbeiten. 1946 war die Hochschule noch geschlossen, es gab also weder Geldmittel noch Studenten oder irgendwelche Hilfskräfte, und nach der erfolgten Demontage kaum noch Geräte. Da war es ein großes Glück, daß das Ministerium für Kinematographie der UdSSR den Professoren Frieser und August Klughardt (bis 1945 a. o. Prof. für Technische Optik am Institut) anbot, im Rahmen eines privaten Forschungsinstitutes Vertragsforschung nach eigenen Themenvorschlägen durchzuführen. Dadurch wurde es möglich, die für Forschung im größerem Umfang erforderlichen Mitarbeiter einzustellen.
Auf chemischem Gebiet hatte Prof. Frieser zwei für die fotografische Bildentstehung und damit für die Bildqualität wichtigen Probleme vorgesehen: — den Einfluß der Oxidationsprodukte der Entwicklersubstanzen auf den Verlauf der fotografischen Entwicklung und — die Untersuchung der Schwefelreifung unter Ausschaltung der unkontrollierbaren Gelatineeinflüsse mit Hilfe von Kunststoffen als Bindemittel.
Fräulein Schmidt arbeitete von Anfang an in diesem „Forschungsinstitut“ mit. Sie wählte das erste Problem als Thema für die Doktorarbeit, mußte aber außerdem auch das zweite bearbeiten. Die Anlaufphase der Untersuchungen war gerade erst überwunden, da wurde Prof. Frieser im Oktober 1946 über Nacht weggeholt, um in der Sowjetunion an einem Raketenforschungsprogramm mitzuarbeiten. Grund dafür waren seine Arbeiten für die Raketenforschung während des Krieges [7].
Fräulein Schmidt war nun ganz auf sich allein gestellt und mußte die Leitung beider Themen übernehmen. Außerdem hatte sie die Assistentenstelle inne und mußte die Verwaltung des Institutes und nach Beginn des Studienbetriebes das photographische Praktikum in bis zu vier Parallelkursen durchführen. Daß sie dies alles bewältigte und erfolgreich abschließen konnte, ist eine wirklich erstaunenswerte Leistung.
Besondere Schwierigkeiten bereitete bei der Herstellung der Kunststoffemulsionen die Einhaltung konstanter Bedingungen in der nur notdürftig wiederhergestellten Emulsionsküche ohne Heizung. Da aber der sowjetische Auftraggeber besonderen Wert auf dieses Thema legte, ordnete er an, daß die Arbeit in der Filmfabrik Wolfen weiterzuführen sei, so daß Fräulein Schmidt 1948 vorwiegend in Wolfen tätig war. Beendet wurden diese Vertragsarbeiten Ende 1949, da entscheidende Verbesserungen der fotografischen Eigenschaften der Kunststoffemulsionen über das Erreichte hinaus nicht möglich schienen. Andererseits war nach Eröffnung des Studienbetriebes und der bevorstehenden Sanierung des Beyerbaues der volle Einsatz für das Institut erforderlich. Es bestand daher auch kaum die Möglichkeit, intensiv an der Doktorarbeit weiterzuarbeiten. Das besserte sich, als Prof. Frieser im Juni 1952 aus der Sowjetunion zurückkehrte. Aber kurz vor der Fertigstellung der Dissertation verließ Prof. Frieser im November 1952 die DDR und übernahm die Leitung der Forschung bei der Agfa in Leverkusen. Die Promotion konnte trotzdem ohne Verzögerungen im April 1953 erfolgen, da die Professoren Kurt Schwabe und Walther König die Beurteilung der Dissertation übernahmen und die Gutachten in kürzester Zeit erstellten [8].
Nach all den äußeren Schwierigkeiten und Hemmnissen der vergangenen Jahre konnte nun eine planmäßige, erfolgreiche Arbeit als Hochschullehrerin beginnen. Frau Dr. Schmidt erhielt zunächst eine Oberassistentenstelle mit Lehrauftrag und nach der im Oktober 1965 erfolgten Habilitation eine Dozentur [9]. Die später beantragte Professur wurde leider wegen der nach der Hochschulreform noch strengeren Anforderungen bezüglich politischer Linientreue und Aktivität nicht genehmigt.
Vorwiegend im Rahmen von Diplom- und Doktorarbeiten wurden bis Ende 1980 hauptsächlich zwei Problemkreise bearbeitet: Hauptschwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeit war die Untersuchung des Entwicklungsprozesses und seines Einflusses auf die Form des Bildsilbers. Das Ziel war eine stufenweise Aufklärung des katalytischen Red/Ox-Vorganges, denn dessen Kinetik bestimmt die Ausscheidungsform der entwickelten Silberkörner und damit auch die Wiedergabeeigenschaften des fotografischen Prozesses.
Den zweiten Schwerpunkt bildeten fotografische Emulsionen. Nachdem sich gezeigt hatte, daß Kunststoffemulsionen zur Untersuchung des Reifungsprozesses ungeeignet sind, wurden die Arbeiten mit Gelatineemulsionen weitergeführt. Genannt seien Untersuchungen zum Mechanismus der Reifung mit schwefelhaltigen Substanzen, zum Mechanismus der Stabilisierung der Emulsionen und zur Abhängigkeit der Kornform und des Bildsilbers von der Emulsionierung. Dazu kam die Herstellung von speziellen Schichten, z.B. Emulsionen höchster Auflösung oder monodisperse Emulsionen unterschiedlicher Korngröße. Von den Arbeiten außerhalb der genannten Problemkreise möchte ich besonders die Untersuchungen zur Herstellung und Optimierung von Silberhalogenid-Aufdampfschichten hervorheben.

Damit möchte ich meinen Bericht über die Zeit der hauptberuflichen Tätigkeit abschließen und zu dem Themenkomplex übergehen, den Frau Dr. Schmidt anschließend mit hohem Einsatz und außerordentlichem Erfolg bearbeitet hat, nämlich die Bewahrung und Sicherung der Krone-Sammlung des Wissenschaftlich-Photographischen Instituts der TU.
Als ehemaliger Hochschullehrer hatte Prof. Hermann Krone 1912, also vier Jahre vor seinem Tod, seinen beruflichen Nachlaß dem Direktor des 1908 gegründeten WPI übergeben. Diese Krone-Sammlung hat die Kriegs- und Nachkriegseinflüsse relativ gut überstanden. Die Lehrtafeln und Daguerreotypien wurden bis kurz vor dem Bombenangriff vom 13./14. Februar 1945 in einer Dauerausstellung gezeigt und blieben weitgehend unbeschädigt. Die vielen Hunderte von Negativen waren Schicht auf Glas übereinandergestapelt und zum Schutz vor eventuellen Bombenschäden im Souterrain aufbewahrt worden. Nachdem wieder normaler Institutsbetrieb möglich war, konnte auch etwas für die Krone-Sammlung getan werden.
Soweit es neben ihren Forschungsaufgaben möglich war, hat die Fotografenmeisterin Frau Hildegard Hafke die Negative listenmäßig erfaßt und von jedem eine bestmögliche Kontaktkopie hergestellt. Bei der z.T. sehr schwierigen bildinhaltlichen Identifizierung wurde sie dabei von Frau Dr. Schmidt unterstützt, deren Interesse für die Krone-Sammlung zu dieser Zeit geweckt worden ist. Als Frau Hafke 1972 altershalber ausschied, kümmerte sich Frau Dr. Schmidt um die Bewahrung der Sammlung und übernahm nach Beendigung ihrer Dozententätigkeit Anfang 1981 offiziell die Betreuung der Krone-Sammlung im Rahmen eines Honorarvertrages.
Die Erhaltung und Sicherung des Bestandes war eine wichtige und dringliche Aufgabe. Mit der Zahl der Nutzer wuchs ja auch die Gefahr der Beschädigung der Originale. Es erfolgten deshalb eine Beratung der Nutzer und der Schutz vor dem Zugriff Unbefugter, die Herstellung von Arbeitskopien, die Duplizierung der Negative und Diapositive, die Wahrnehmung von Restaurierungsmöglichkeiten und schließlich die sachgemäße Unterbringung der Sammlung in einem klimatisierten Raum [10].
Gleichzeitig wurde die bildinhaltliche Auswertung weitergeführt, nunmehr durch Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Einzelpersonen. Doch das ist nur die eine Seite. Da über Hermann Krone und sein Schaffen in Veröffentlichungen zur Geschichte der Fotografie nur wenig zu finden war, hat Frau Dr. Schmidt parallel zu den Arbeiten für die Krone-Sammlung das Leben Hermann Krones und sein Wirken als Fotograf, als Wissenschaftler und als Hochschullehrer in mühevoller Kleinarbeit erforscht. Sie hat die Lebensdaten von Krone und seiner Familie zusammengetragen, seine Veröffentlichungen durch Recherchen in Museen, Bibliotheken und den verschiedensten Institutionen ausfindig gemacht und Kopien beschafft sowie Informationen gesammelt über Krone-Bestände an anderen Stellen. Im Hochschul-Archiv und im Staatsarchiv hat Frau Dr. Schmidt die Akten über Krone herausgesucht, um Einzelheiten über dessen Bemühen um die Anwendung der Fotografie in Wissenschaft und Technik und die Schaffung eines Photographischen Institutes an der Hochschule zu ergründen.
Durch die Übernahme der gesammelten Unterlagen in die Krone-Sammlung konnte diese zum Krone-Archiv erweitert werden. Es ist dies die einzige Stelle, wo alle Schriften Krones vorliegen — meist als Fotokopien — und wo man sich über alles informieren kann, was über Krones Leben und Schaffen bekannt ist.
Die Auswertung dieser Unterlagen ermöglichte es Frau Dr. Schmidt, ein genaueres Bild des Lebens und vielfältigen Wirkens Krones aufzuzeigen. Erst dadurch wurde es möglich, seine Bedeutung für die Entwicklung der Fotografie und für deren Anwendung in Wissenschaft und Technik voll zu erkennen. Dies veranlaßte Frau Dr. Schmidt, eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit zu entfalten, um Krones Leben und Lebenswerk und im Zusammenhang damit die Krone-Sammlung einem großen Interessentenkreis bekanntzumachen. Dies geschah einerseits durch eine Vielzahl von Vorträgen und eine Reihe von Veröffentlichungen, von denen ich den Beitrag in dem Band zur Ausstellung „Silber und Salz“ in Köln anläßlich des 150jährigen Bestehens der Fotografie besonders hervorheben möchte [11]. Er ist die erste Gesamtdarstellung von Krones Leben und Lebenswerk überhaupt, mit vielen bisher unbekannten Einzelheiten. Dazu kommt die Herausgabe zweier Bücher: 1985 des von Krone dem WPI übergebenen Manuskriptes „Photographische Urmethoden“, das so viel Interesse fand, daß es schon bald vergriffen war [12], und 1997 „Hermann Krones erste photographische Landschaftstour“ mit den frühesten Originalaufnahmen aus der Sächsischen Schweiz [13].
Der zweite Teil der Öffentlichkeitsarbeit bestand in der Beteiligung an Ausstellungen durch Leihgaben aus der Krone-Sammlung. Das war zunächst nur in der DDR möglich und begann schon 1982 mit einer Ausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen „Photographie in Dresden“, in der ein ganzer Raum Krone gewidmet war [14]. Aber schon 1989, unmittelbar nach dem Fall der Mauer, konnten in der schon genannten Jubiläumsausstellung in Köln zehn der Kroneschen Lehrtafeln gezeigt werden. Diese Ausstellung war in verkleinertem Rahmen anschließend auch in München, Hamburg und Dresden zu sehen.
Ein besonders hervorragendes Ereignis war die 1998 vom Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Sammlungen und dem Institut für Angewandte Photophysik gemeinsam veranstaltete Krone-Ausstellung im Albertinum, deren Eröffnung in Kombination mit einer Vortragstagung über Krones Lebenswerk und daraus abzuleitender Fragestellungen stattfand und von Interessenten aus ganz Deutschland besucht wurde. Man kann wohl mit Recht sagen, daß Frau Dr. Schmidt durch ihr intensives Bemühen um die Erforschung von Hermann Krones Lebenswerk auch zum Erfolg dieses Projektes beigetragen, ja eigentlich dafür erst die Voraussetzungen geschaffen hat.
Zu der erfolgreichen Öffentlichkeitsarbeit gehört — last not least — auch die Gründung der „Neuen Photographischen Gesellschaft in Sachsen“. Sie wurde als Nachfolgerin der von Krone ins Leben gerufenen, später aber wieder eingegangenen „Photographischen Gesellschaft zu Dresden“ dank der Initiative und dem Engagement von Frau Dr. Schmidt 1990 gegründet und die ersten fünf Jahre auch von ihr geleitet. Ihrem unermüdlichen Einsatz ist es zu verdanken, daß sich die Gesellschaft so schnell und gut entwickelt und öffentliches Ansehen erworben hat.
Zum Schluß sage ich Ihnen, verehrte Frau Dr. Schmidt, meinen herzlichen Dank für die Unterstützung, die Sie mir jederzeit gegeben haben, und wünsche Ihnen für die Zukunft Freude und Zufriedenheit in dem nun vielleicht doch bald beginnenden eigentlichen Ruhestand.
© Rudolph Reuther, Dresden

Anmerkungen

[1] Hesse, Wolfgang; Starl, Timm (Hrsg.), Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Technische Universität Dresden: Der Photopionier Hermann Krone — Photographie und Apparatur: Bildkultur und Phototechnik im 19. Jahrhundert. Marburg: Jonas 1998.
[2] Hesse, Wolfgang (Hrsg.), Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Technische Universität Dresden: Hermann Krone. Historisches Lehrmuseum für Photographie. Experiment, Kunst, Massenmedium. Amsterdam, Dresden: Verlag der Kunst 1998.
[3] TU Dresden, Krone-Archiv: Photographie. Hermann Krone. Dresden 1999.
[4] Vgl. Schmidt, Irene: Über Wasserstoffbrückenbindungen in der Salicylsäure. Dresden: Technische Hochschule Dresden 1945 (Diplomarbeit).
[5] Vgl. Schmidt, Irene: Die Lehrtafeln aus Hermann Krones „Historischem Lehrmuseum für Photographie“. In: Rundbrief Fotografie, N.F. 10, S. 6 —7 (1996).
[6] Hellmut Frieser (1901—1988) trat 1936 die Nachfolge des ersten Institutsdirektors Robert Luther (1868—1945) an, der den Lehrstuhl für Wissenschaftliche Photographie von 1908—1936 innegehabt hatte. Vgl. Frieser, Prof. Dr. H.: Lebensweg des Prof. Dr. Robert Luther. In: Veröffentlichungen der Deutschen Gesellschaft für Photographie e.V., Prof. Dr. Robert Luther zum Gedenken, 1, Dez. 1955, Nr. 1.
[7] Frieser äußert sich zum Zustandekommen und zu den Inhalten der kriegswichtigen Forschungen in seinen Memoiren. Diese Arbeiten sicherten die Aufrechterhaltung des Institutsbetriebes während des Krieges. Vgl. Frieser, Hellmut: Lebensbericht Teil IV, o. J. (1985), S. 9—12 (maschinenschriftliches Typoskript).[
8] Schmidt, Irene: Untersuchungen über den Mechanismus der photographischen Entwicklung. Dresden: Technische Hochschule Dresden 1953 (Dissertationsschrift).
[9] Schmidt, Irene: Über die Natur der photographischen Entwicklungszentren. Dresden: Technische Universität Dresden 1965 (Habilitationsschrift).
[10] Finanziert vom Photoinustrie-Verband wie der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung Essen und der Dussmann-Stiftung Berlin, für deren Unterstützung der bestandssichernden Maßnahmen zu danken ist (vgl. Christa Hädrich in: Rundbrief Fotografie N.F. 18, S. 6—8.
[11] Schmidt, Irene: Hermann Krone. Der Beginn einer 64-jährigen Pionierarbeit in der Photographie. In: von Dewitz, Bodo; Matz, Reinhard (Hrsg.): Silber und Salz. Zur Frühzeit der Photographie im deutschen Sprachraum 1839— 1860. Köln und Heidelberg: Edition Braus 1989.
[12] Schmidt, Irene (Hrsg.): Hermann Krone. Photographische Urmethoden. Leipzig: VEB Fotokinoverlag 1985.
[13] Schmidt, Irene (Hrsg.): Hermann Krone. Erste photographische Landschaftstour. Sächsische Schweiz. Dresden: Verlag der Kunst 1995.
[14] Staatliche Kunstsammlungen Dresden. Kupferstich-Kabinett: (Hrsg.): Photographien aus zehn Ländern in Dresdner Sammlungen. Dresden 1983 (Katalog).

 

Autor

Prof. Dr. Rudolph Reuter, Dresden