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Konzeption für die "Projektklasse Neue Medien"

Die Eröffnung einer Medienklasse an der Hochschule für Bildende Künste im Mai 2000 war die überfällige Reaktion auf neue Entwicklungen im Bereich der Bildmedien. Der verwendete Begriff „Neue Medien“ in der Bezeichnung der Medienklasse hat zwei Bedeutungen: zum einen sind Medien gemeint, die „neu“ sind im Sinne von „bisher nicht gelehrt und vorhanden“ an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, wie etwa Fotografie, Film und Video. Und zum anderen bezieht sich „Neue Medien“ auf neue technologische Werkzeuge und Bildgewinnungs- und bearbeitungsverfahren, die in den letzten Jahren entwickelt wurden und zunehmend unsere Bildwirklichkeit bestimmen, bis hin zum Arbeiten mit dem Internet. Um das Wesen und die Spezifik von „Bildern“ heute erforschen und bestimmen zu können, bedarf es der Zusammenarbeit von Malern, Fotografen, Filmemachern, Technikern und Wissenschaftlern verschiedenster Disziplinen. Schwerpunkt ist die Konfrontation von tradierten künstlerischen Werkzeugen und Handwerk mit neuen technologischen Verfahren. Dafür soll die Projektklasse Ort sein.

Das Hauptziel der künstlerischen Arbeit ist, die Studenten/innen zu befähigen, für ihre Intentionen, Ideen und Konzepte eine adäquate Form zu finden und diese Ideen zu realisieren. Die Spannweite der bisher betreuten Arbeiten reicht von Malerei, Collage, Fotoarbeiten, Installation bis hin zu Film, Video und Netzkunst. Das Lehrangebot besteht aus einer Mischung aus Einführungskursen, Seminaren/Workshops von Gastdozenten/innen und Einzelbetreuung durch den künstlerisch-wissenschaftlichen Assistenten Karsten Heim und Prof. Lutz Dammbeck.

Als wichtige Ergänzung zur Lehre hat sich ein „Mediensalon“ etabliert, in dem künstlerisch und theoretisch interessante Positionen aus den Bereichen „Film, Video, Fotografie und Medienkunst“ in der Projektklasse vorgestellt und diskutiert werden. Diese Veranstaltungen sind offen auch für Gäste der Hochschule.
Seit April 2001 beteiligt sich die Projektklasse mit „Artlab: Medienhöhle 1-x“ an einem bundesweiten Modellversuch der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung. Anspielend auf Platos Höhlengleichnis soll hier über drei Jahre in einer Kombination von Seminaren, Symposien und Ausstellungen fachbereichsübergreifend Zugriff und Einblick in neue technische und künstlerische Entwicklungen ermöglicht und zugleich neue Lehrformen für das Grundlagenstudium an einer Kunsthochschule erprobt werden, die nach Abschluß des Modellversuchs in das Lehrangebot übernommen werden.
© Lutz Dammbeck

Autor

Lutz Dammbeck
Hochschule für Bildende Künste Dresden

Internetadresse 
www.projektklasse.de